Was für ein Wochenende für unseren Verein und unseren Ausnahmeschützen! Benedikt Ascher hat beim internationalen H&N Cup 2026 auf der Olympiaschießanlage in München Schießsport-Geschichte geschrieben. Unser Talent aus der Juniorenklasse dominierte das Feld an beiden Wettkampftagen und sicherte sich in einer selten gesehenen Souveränität gleich zweimal den ersten Platz.
Tag 1: Der perfekte Auftakt am Samstag
Schon am Samstag, den 24. Januar 2026, zeigte Benedikt, dass er in Topform nach München gereist war. In der Qualifikation setzte er sich gegen starke internationale Konkurrenz durch und belegte mit hervorragenden 629,2 Ringen den 1. Platz. Es war ein enges Rennen an der Spitze, doch Benedikt behielt die Nerven und verwies Jakub Goliszek (POL, 629,0) und Maksimilijan Žarić (SLO, 628,9) hauchdünn auf die Plätze.

Im anschließenden Finale knüpfte er nahtlos an diese Leistung an. Mit einer Gesamtringzahl von 250,1 ließ er dem Slowenen Žarić (249,6) keine Chance und holte sich den ersten Tagessieg.


Tag 2: Nervenstärke und die Aufholjagd zum Doppelsieg
Wer dachte, der Hunger sei gestillt, wurde am Sonntag, den 25. Januar 2026, eines Besseren belehrt. Der zweite Wettkampftag begann jedoch herausfordernder. In der Qualifikation landete Benedikt mit 628,1 Ringen zunächst auf dem 4. Platz. Vor ihm lagen Petr Miloslav Trnovsky (CZE), Jakub Goliszek (POL) und Kiano Waibel (AUT).
Doch Benedikt bewies im Finale seine absolute Weltklasse. Er kämpfte sich von Beginn an zurück in die Spitze und lieferte sich ein packendes Duell. Am Ende triumphierte er erneut – und das sogar mit einem noch höheren Ergebnis als am Vortag! Mit 251,6 Ringen sicherte er sich Gold vor Kiano Waibel (251,2) und dem Nationalkader-Kollegen Florian Beer (228,5).


Hintergrund: Warum zwei Wettkämpfe?
Einige mögen sich fragen, warum an einem Wochenende zwei separate Sieger gekürt werden. Der H&N Cup ist ein besonderes Format im internationalen Kalender: Er bietet den Athleten zwei vollständige Wettkampfprogramme (jeweils Qualifikation und Finale) an aufeinanderfolgenden Tagen. Dies dient dazu, den Schützen maximale Wettkampfpraxis auf höchstem Niveau zu ermöglichen und Belastungsfähigkeit zu testen. Zudem nutzen viele Nationalverbände diese beiden Tage als wichtiges Kriterium für die Qualifikation zu kommenden Großereignissen wie Europameisterschaften.
Ein Sieg für die Geschichtsbücher?
Dass ein Schütze bei diesem hochkarätig besetzten Turnier an beiden Tagen den Sieg in der Juniorenklasse davonträgt, ist eine absolute Ausnahmeleistung. Bei der Dichte an internationalen Top-Talenten wechseln sich die Sieger normalerweise ab. Benedikts Dominanz an diesem Wochenende sucht ihresgleichen und dürfte in der Historie des Cups ein seltenes Ereignis sein.
Vom Debütanten zum Dominator
Umso beeindruckender ist diese Leistung, wenn man bedenkt, wie schnell Benedikts Entwicklung vorangeschritten ist. Erst vor genau einem Jahr, beim H&N Cup 2025, feierte er an gleicher Stelle sein Debüt auf internationalem Parkett. Damals ging es vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln.
Dass er das Zeug zum Sieger hat, bewies er bereits im Mai letzten Jahres, als er beim IWK Berlin 2025 seinen ersten internationalen Wettkampf gewann (Bericht: Überragender Triumph beim IWK Berlin). Doch der Doppel-Erfolg in München hebt ihn nun endgültig auf ein neues Level.
Wir, die Schützengesellschaft Hubertus Böhmzwiesel, sind unglaublich stolz auf diese Leistung. Benedikt hat unseren Verein und den Schützengau auf internationaler Bühne würdig vertreten.
Herzlichen Glückwunsch, Benedikt! Wir sind gespannt, was die Saison 2026 noch für dich bereithält.
Fotos/Quelle: Bayerischer Sportschützenbund (BSSB) via Facebook
